Vergleich & Kaufberatung

Gaming-Tastaturen unter 100 Euro

Unter 100 Euro liegt die interessanteste Preisklasse: hier entscheidet sich, ob ein Hersteller ins Gehäuse und in die Switches investiert oder in Ausstattungslisten. Wir vergleichen, was in dieser Spanne realistisch machbar ist — und welche Kompromisse man dafür eingeht.

Modelle im Vergleich
12
Beste Wertung
8,6
Unsere Empfehlung
HyperX Alloy Origins Core

Vergleichstabelle

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12 Tastaturen im Vergleich

12 Modelle in der Kategorie Budget unter 100 €, sortiert nach Gesamtwertung.
#ProduktWertungSwitchesFormfaktorVerbindungPollingHerstellerangabeGewichtHot-SwapPreisklasseAngebot
1HyperXHyperX Alloy Origins Core
Esport-Empfehlung
8,6Redaktionelle Gesamtwertung 8,6 von 10 — Sehr gut
MechanischTKLKabel1.000 Hz900 g—50–100 €Preis
2Logitech GLogitech G515 Lightspeed
Beste Kompakte
8,5Redaktionelle Gesamtwertung 8,5 von 10 — Sehr gut
MechanischTKLTri-Mode1.000 Hz810 g—50–100 €Preis
3RK ROYAL KLUDGERK Royal Kludge R98
Preis-Leistung
8,3Redaktionelle Gesamtwertung 8,3 von 10 — Sehr gut
Mechanisch96%Tri-Mode1.000 Hz1.200 g✓50–100 €Preis
4Logitech GLogitech G Pro TKL
8,2Redaktionelle Gesamtwertung 8,2 von 10 — Sehr gut
MechanischTKLKabel1.000 Hz980 g—50–100 €Preis
5Turtle BeachTurtle Beach Vulcan II
8,2Redaktionelle Gesamtwertung 8,2 von 10 — Sehr gut
Optisch100%Kabel1.000 Hz960 g—50–100 €Preis
6MSIMSI Forge GK600 TKL
8,0Redaktionelle Gesamtwertung 8,0 von 10 — Sehr gut
MechanischTKLTri-Mode1.000 Hz780 g✓50–100 €Preis
7TMKBTMKB T63
7,4Redaktionelle Gesamtwertung 7,4 von 10 — Gut
Mechanisch60%Tri-Mode1.000 Hz520 g✓bis 50 €Preis
8SteelSeriesSteelSeries Apex 3
7,3Redaktionelle Gesamtwertung 7,3 von 10 — Gut
Membran100%Kabel1.000 Hz979 g—bis 50 €Preis
9SteelSeriesSteelSeries Apex 3 TKL
7,2Redaktionelle Gesamtwertung 7,2 von 10 — Gut
MembranTKLKabel1.000 Hz615 g—bis 50 €Preis
10RazerRazer Ornata V3 X
7,0Redaktionelle Gesamtwertung 7,0 von 10 — Gut
Mecha-Membran100%Kabel1.000 Hz830 g—bis 50 €Preis
11CorsairCorsair K55 CORE
6,9Redaktionelle Gesamtwertung 6,9 von 10 — Befriedigend
Membran100%Kabel1.000 Hz730 g—bis 50 €Preis
12SharkoonSharkoon Skiller SGK4
6,5Redaktionelle Gesamtwertung 6,5 von 10 — Befriedigend
Membran100%Kabel1.000 Hz700 g—bis 50 €Preis

Wertung = redaktionelle Gesamtbewertung nach demoffengelegten Modell.Polling und Gewicht sind Herstellerangaben.Preisklassen statt Tagespreise — der aktuelle Preis steht beim Händler.

Unsere Empfehlungen in dieser Kategorie

Die drei bestbewerteten Modelle mit Kurzfazit.

Alle Tests
HyperX Alloy Origins Core TKL Mechanische Gaming-Tastatur in der Draufsicht, TKL-Layout ohne Nummernblock, deutsche QWERTZ-Belegung, beleuchtete Tasten
Esport-Empfehlung
8,6Sehr gutRedaktionelle Gesamtwertung 8,6 von 10 — Sehr gut

Ein Vollaluminium-Gehäuse, lineare Switches und sonst nichts: die Alloy Origins Core lässt alles weg, was beim Spielen nicht hilft, und ist deshalb für unter 70 Euro schwer zu schlagen.

  • Mechanisch
  • TKL
  • Kabel
  • 50–100 €
  • Gehäuse vollständig aus Aluminium — im Vergleich das stabilste unter 100 Euro
  • Lineare HyperX Red mit 1,8 mm Auslöseweg und 45 g Betätigungskraft
  • Abnehmbares USB-C-Kabel, gut für Transport und Kabelbruch
Geeignet fürKompetitive Shooter mit knappem Budget
BewertetBewertung auf Basis dokumentierter Herstellerangaben, technischer Datenblätter und der Marktlage — ohne eigenen Hands-on-Test. Es werden keine eigenen Messwerte ausgewiesen.
Logitech G515 Lightspeed TKL Kabellose Gaming-Tastatur in der Draufsicht, TKL-Layout ohne Nummernblock, deutsche QWERTZ-Belegung, beleuchtete Tasten
Beste Kompakte
8,5Sehr gutRedaktionelle Gesamtwertung 8,5 von 10 — Sehr gut

Flach, kabellos und mit 22 mm Bauhöhe die platzsparendste Tastatur im Vergleich. Die Lightspeed-Verbindung ist die zuverlässigste hier — dafür sind die Low-Profile-Switches Geschmackssache und nicht tauschbar.

  • Mechanisch
  • TKL
  • Tri-Mode
  • 50–100 €
  • Lightspeed-Funk mit 1.000 Hz — im Vergleich die konstanteste Funkverbindung
  • Bauhöhe von rund 22 mm, Handballenauflage praktisch unnötig
  • Doppelte Verbindung: Lightspeed für Spiele, Bluetooth für Notebook und Tablet
Geeignet fürKleine Schreibtische und aufgeräumte Setups
BewertetBewertung auf Basis dokumentierter Herstellerangaben, technischer Datenblätter und der Marktlage — ohne eigenen Hands-on-Test. Es werden keine eigenen Messwerte ausgewiesen.
RK ROYAL KLUDGE R98 Gasket Mechanische Gaming-Tastatur in der Draufsicht, 96-Prozent-Layout mit Nummernblock, deutsche QWERTZ-Belegung, beleuchtete Tasten
Preis-Leistung

RK ROYAL KLUDGE

RK Royal Kludge R98

8,3Sehr gutRedaktionelle Gesamtwertung 8,3 von 10 — Sehr gut

Gasket-Aufbau, Hot-Swap, Dreifach-Funk und ein 96-Prozent-Layout mit Nummernblock für 80 Euro — die R98 bietet eine Ausstattung, für die andere Hersteller das Doppelte verlangen. Die Software ist der Preis dafür.

  • Mechanisch
  • 96%
  • Tri-Mode
  • 50–100 €
  • Gasket-Montage in dieser Preisklasse praktisch einzigartig
  • Hot-Swap für 3- und 5-Pin-Switches ohne Löten
  • 96-Prozent-Layout: Nummernblock auf fast TKL-Grundfläche
Geeignet fürWer viel Ausstattung fürs Geld will
BewertetBewertung auf Basis dokumentierter Herstellerangaben, technischer Datenblätter und der Marktlage — ohne eigenen Hands-on-Test. Es werden keine eigenen Messwerte ausgewiesen.

Was in dieser Preisklasse machbar ist

Unter 100 Euro ist die Spanne, in der Kaufentscheidungen wirklich etwas ändern — weil hier noch klare Kompromisse getroffen werden müssen und man deshalb sehen kann, wofür ein Hersteller sich entschieden hat.

Grob nach Preis:

Unter 30 Euro: Membranschalter, Zonenbeleuchtung, vollständiges Layout. Funktioniert zuverlässig, aber ohne definierten Auslösepunkt und ohne vollständiges N-Key-Rollover.

30 bis 50 Euro: entweder eine besser ausgestattete Membrantastatur — mit Spritzwasserschutz, Handballenauflage, Lautstärkerad — oder echte Mechanik mit Layout-Kompromiss, etwa im 60-Prozent-Format.

50 bis 70 Euro: vollwertige Mechanik im TKL-Format. Hier liegt der beste Gegenwert der ganzen Kategorie.

70 bis 100 Euro: Mechanik mit Zusatzmerkmalen — Hot-Swap, Gasket-Aufbau, kabellos, oder ein größeres Layout.

Wo gespart wird — und wo es wehtut

Es gibt vier typische Sparpunkte, und sie sind nicht gleich schlimm:

Tastenkappen aus ABS. Optisch nach einigen Monaten sichtbar, funktional irrelevant. Für 20 Euro nachrüstbar, weil praktisch alle Modelle Standard-MX-Füße nutzen. Der harmloseste Kompromiss.

Kunststoffgehäuse. Spürbar bei jedem Anschlag, nicht nachrüstbar. Der Kompromiss, der am meisten kostet.

Einfache Software. Bei Modellen kleinerer Hersteller oft unübersichtlich. Solange die Grundfunktionen auf Tastenkombinationen liegen, ist das verkraftbar.

Fehlende Ausstattung. Keine Medientasten, keine Handballenauflage, keine Makrotasten. Das ist häufig kein Sparen, sondern eine Entscheidung — und oft die richtige, weil das Budget dann im Gehäuse steckt.

Die Reihenfolge der Upgrades

Wenn das Budget begrenzt ist, in dieser Reihenfolge investieren:

  1. Von Membran zu Mechanik. Der größte spürbare Unterschied.
  2. Formfaktor passend zum Schreibtisch. TKL, wenn die Maus rechts weniger als 25 cm Platz hat — siehe Formfaktoren.
  3. Gehäusequalität. Aluminium oder Gasket-Aufbau statt einer verschraubten Kunststoffwanne.
  4. Hot-Swap, wenn du beim Switch-Typ unsicher bist.
  5. Alles andere.

Beleuchtung steht nicht auf dieser Liste, weil sie in dieser Preisklasse ohnehin überall dabei ist.

Wo diese Kategorie an ihre Grenze kommt

Ein einstellbarer Auslösepunkt und Rapid Trigger brauchen magnetische Switches und sind unter 100 Euro nicht zu haben. Das ist der einzige Punkt, an dem oberhalb dieser Preisklasse ein echter Leistungsunterschied beginnt — nachzulesen im Test der Corsair K70 MAX und im Ratgeber zu Rapid Trigger.

Alles andere, was teurere Tastaturen bieten, ist Ausstattung und Materialqualität. Beides ist angenehm, aber keines davon macht besser spielen.

Häufige Fragen

Was bekommt man für 100 Euro nicht?

Einen einstellbaren Auslösepunkt und alles, was darauf aufbaut — Rapid Trigger und analoge Eingabe brauchen magnetische Switches und beginnen deutlich höher. Ebenfalls selten: PBT-Tastenkappen, Vollaluminium und Abfrageraten über 1.000 Hz. Alles davon ist verzichtbar; der einstellbare Auslösepunkt ist der einzige Punkt, an dem ein echter Leistungsunterschied bleibt.

Reichen 60 Euro für eine gute Gaming-Tastatur?

Ja. In unserem Vergleich liegt ein Modell für 66 Euro auf dem dritten Platz von 17, vor mehreren Tastaturen für über 150 Euro. Möglich wird das, weil es keine Makrotasten, keine Handballenauflage und keine Medientasten hat und das Budget vollständig in Aluminiumgehäuse und Switches geflossen ist.

Lohnt eine Membrantastatur für 25 bis 45 Euro?

Als Zweitgerät, für einen Wohnzimmer-PC oder bei sehr knappem Budget ja. Für ernsthaftes Spielen ist der Sprung zur Mechanik das sinnvollere Geld, selbst wenn dafür Ausstattung oder Layout-Komfort geopfert werden muss.