BewertetBewertung auf Basis dokumentierter Herstellerangaben, technischer Datenblätter und der Marktlage — ohne eigenen Hands-on-Test. Es werden keine eigenen Messwerte ausgewiesen.
Beste Kompakte

Logitech G

Logitech G515 Lightspeed TKL Kabellose Gaming-Tastatur im Test

Flach, kabellos und mit 22 mm Bauhöhe die platzsparendste Tastatur im Vergleich. Die Lightspeed-Verbindung ist die zuverlässigste hier — dafür sind die Low-Profile-Switches Geschmackssache und nicht tauschbar.

Switches
Mechanisch
Formfaktor
TKL
Verbindung
Tri-Mode
Preisklasse
50–100 €

Stärken

  • Lightspeed-Funk mit 1.000 Hz — im Vergleich die konstanteste Funkverbindung
  • Bauhöhe von rund 22 mm, Handballenauflage praktisch unnötig
  • Doppelte Verbindung: Lightspeed für Spiele, Bluetooth für Notebook und Tablet

Schwächen

  • Low-Profile-GL-Switches sind verlötet und nicht tauschbar
  • Kein Lautstärkerad, Medienfunktionen nur über Zweitbelegung
Beste Wahl fürKleine Schreibtische und aufgeräumte Setups · Kabelloses Spielen mit konstanter Verbindung · Wer flache Tasten dem klassischen Anschlag vorzieht

Verarbeitung und Design

Die G515 ist die flachste Tastatur in diesem Vergleich, und das ist ihr eigentliches Argument. Mit rund 22 Millimetern Bauhöhe liegt die Handfläche fast auf dem Schreibtisch — eine Handballenauflage wird damit überflüssig, was auf kleinen Tischen mehr Platz spart als der Verzicht auf den Nummernblock allein.

Das Oberdeck ist Aluminium, der Rahmen darunter Kunststoff. Bei 810 Gramm auf TKL-Format bleibt die Tastatur an ihrem Platz, ohne schwer zu wirken. Die Tastenkappen sind PBT — bei Logitech G war das lange nicht selbstverständlich und ist der Grund, warum die Oberflächen nicht nach einem halben Jahr glänzen.

Was fehlt, ist ein Lautstärkerad. Medienfunktionen liegen auf der Funktionsreihe als Zweitbelegung. Bei einer Tastatur, die sonst so konsequent auf Alltagstauglichkeit ausgelegt ist, ist das die auffälligste Lücke.

Switches und Tippgefühl

Die GL Tactile sind flache Switches mit 1,3 mm Auslöseweg und einem spürbaren, aber zurückhaltenden Druckpunkt. Sie fühlen sich nicht an wie eine geschrumpfte Mechanik, sondern wie eine eigene Bauart — kürzer, direkter, mit weniger Nachschwingen.

Ob das gefällt, ist Geschmackssache und sollte vor dem Kauf bedacht werden. Wer von einem klassischen 2,0-mm-Weg kommt, tippt in der ersten Woche über das Ziel hinaus. Danach gewöhnt man sich daran, und der kürzere Weg wird zum Vorteil bei schnellen Wiederholungen.

Der harte Punkt: die Switches sind verlötet. Bei einer 92-Euro-Tastatur ist das verschmerzbar, es bedeutet aber, dass eine Fehlentscheidung beim Tippgefühl nicht korrigierbar ist. Wer sich unsicher ist, sollte zur R98 oder zur Azoth greifen, wo sich Switches tauschen lassen.

Gaming-Performance und Latenz

Lightspeed ist die Stärke. Logitech gibt 1.000 Hz an, und die Verbindung ist in diesem Vergleich die konstanteste — auch dann, wenn Maus, Headset und Telefon gleichzeitig am Schreibtisch funken. Das ist der Punkt, an dem sich Funklösungen unterscheiden: nicht am Bestwert, sondern daran, wie oft sie ihn verfehlen.

Der kurze Auslöseweg von 1,3 mm hilft bei schnellen Wiederholungen. Einen einstellbaren Auslösepunkt gibt es nicht; das ist magnetischen Switches vorbehalten.

Bluetooth ist als zweiter Modus vorhanden und für Notebook oder Tablet gedacht. Zum Spielen ist er nicht geeignet, für einen schnellen Wechsel auf den Arbeitsrechner sehr wohl.

Wireless und Akkulaufzeit

Logitech nennt bis zu 36 Stunden — mit aktiver Beleuchtung auf mittlerer Helligkeit. Wer sie abschaltet, kommt weiter; wer sie aufdreht, kommt kürzer. Praktisch heißt das: einmal pro Arbeitswoche laden. Über USB-C lässt sich die Tastatur laden und gleichzeitig benutzen, ein leerer Akku bedeutet also keinen Ausfall.

Für wen sich die Tastatur eignet

Die G515 ist die Empfehlung für kompakte Setups. Sie kombiniert das TKL-Format mit einer Bauhöhe, die keine Handballenauflage braucht, und mit der zuverlässigsten Funkverbindung im Feld. Wer einen kleinen Schreibtisch hat und trotzdem ernsthaft spielen will, findet hier das schlüssigste Paket.

Nicht geeignet ist sie für alle, die einen tiefen klassischen Anschlag mögen, und für Nummernblock-Nutzer. Und wer plant, Switches irgendwann zu tauschen, sollte gleich ein Hot-Swap-Modell kaufen.

Fazit

Eine der wenigen kabellosen Tastaturen, bei der man die Funkverbindung nicht bemerkt. Die flache Bauform ist eine bewusste Entscheidung, die man vor dem Kauf treffen sollte — gefällt sie, ist die G515 in ihrer Klasse ohne echte Konkurrenz. Das fehlende Lautstärkerad bleibt ein Ärgernis.

Testergebnis im Detail

Gesamtwertung 8,5 von 10 — Sehr gut. So setzt sich das Ergebnis zusammen:

  • Gaming-Performance25 %8,7

    Eignung im Spiel: Auslösecharakteristik, N-Key-Rollover, Anti-Ghosting, Rapid Trigger sowie die Frage, wie gut sich schnelle Richtungswechsel und Doppelanschläge kontrollieren lassen.

  • Switches & Tippgefühl15 %8,3

    Schaltertyp und -qualität, Gleichmäßigkeit über das Board, Stabilisatoren, Anschlaggefühl und Laufruhe der größeren Tasten.

  • Verarbeitung15 %8,5

    Gehäusematerial, Verwindungssteifigkeit, Tastenkappenmaterial (PBT gegenüber ABS), Spaltmaße, Kabel- und Standfußqualität.

  • Latenz & Reaktionszeit15 %8,9

    Polling Rate, Verbindungsart und — sofern eigene Messwerte vorliegen — die gemessene Eingabelatenz. Ohne Messung wird ausschließlich die technische Auslegung bewertet.

  • Ausstattung10 %7,8

    Hot-Swap, Medientasten, Drehregler, Displays, USB-Passthrough, Handballenauflage, Beleuchtung und Speicherprofile.

  • Software5 %8,2

    Funktionsumfang, Bedienbarkeit, Ressourcenbedarf, Onboard-Speicher und ob die Tastatur ohne installierte Software vollständig nutzbar bleibt.

  • Ergonomie5 %8,7

    Bauhöhe, Neigungsoptionen, Handballenauflage, Layout-Logik und Tastenerreichbarkeit bei längeren Sitzungen.

  • Preis-Leistung10 %8,5

    Gegenwert im Verhältnis zum Marktpreis und zu direkten Alternativen in derselben Preisklasse.

Gewichtetes Modell aus acht Kriterien —Testverfahren ansehen.

Messwerte

Keine eigenen Messwerte

Für dieses Modell liegen der Redaktion keine eigenen Messungen vor. Die Bewertung stützt sich auf Herstellerangaben und Marktlage — siehe Teststatus oben. Wie wir messen, steht im Testverfahren.

Technische Daten

Herstellerangabe

Alle Werte in dieser Tabelle stammen aus Datenblatt und Produktangaben des Herstellers. Es sind keine eigenen Messungen.

Switches & Auslösung

Switch-Technologie
Mechanisch
Switch-Modell
Logitech GL Tactile (Low Profile)
Charakteristik
Taktil
Auslösepunkt
1,3 mm
Rapid Trigger
Nein
Hot-Swap
Nein

Bauform & Material

Formfaktor
TKL
Tastenanzahl
87–88 Tasten, ohne Nummernblock
Layout
QWERTZ (DE)
Gehäuse
Aluminium-Oberdeck auf Kunststoffrahmen
Tastenkappen
PBT

Verbindung & Leistung

Verbindung
Tri-Mode (Kabel, 2,4 GHz, Bluetooth)
Polling Rate
1.000 Hz
Akkulaufzeit (Herstellerangabe)
bis 36 h
Kabel
USB-C, abnehmbar

Ausstattung

N-Key-Rollover
Ja
Beleuchtung
RGB pro Taste
Makrotasten
Keine dedizierten
Medientasten
Nein
Handballenauflage
Nein
Software
Logitech G HUB

Maße & Gewicht

Gewicht
810 gohne Kabel

Sonstiges

Plattformen
Windows, macOS
Garantie
24 Monate

Weitere Ansichten

Herstellerbilder. Eigene Aufnahmen liegen für dieses Modell nicht vor — was daran liegt, dass es der Redaktion nicht vorgelegen hat.

Vorteile & Nachteile

Vorteile

  • Lightspeed-Funk mit 1.000 Hz — im Vergleich die konstanteste Funkverbindung
  • Bauhöhe von rund 22 mm, Handballenauflage praktisch unnötig
  • Doppelte Verbindung: Lightspeed für Spiele, Bluetooth für Notebook und Tablet
  • Tastenkappen aus PBT
  • Rund 810 Gramm bei stabilem Aluminium-Oberdeck

Nachteile

  • Low-Profile-GL-Switches sind verlötet und nicht tauschbar
  • Kein Lautstärkerad, Medienfunktionen nur über Zweitbelegung
  • Akkulaufzeit sinkt mit aktiver Beleuchtung deutlich

Unser Fazit

8,5/10Sehr gutRedaktionelle Gesamtwertung 8,5 von 10 — Sehr gut

Flach, kabellos und mit 22 mm Bauhöhe die platzsparendste Tastatur im Vergleich. Die Lightspeed-Verbindung ist die zuverlässigste hier — dafür sind die Low-Profile-Switches Geschmackssache und nicht tauschbar.

Beste Wahl für

  • Kleine Schreibtische und aufgeräumte Setups
  • Kabelloses Spielen mit konstanter Verbindung
  • Wer flache Tasten dem klassischen Anschlag vorzieht

Nicht ideal für

  • Wer einen tiefen, klassischen Tastenweg mag
  • Nummernblock-Nutzer
  • Wer Switches später tauschen möchte

Alternativen

  • Wenn du kabellos willst, aber ein klassisches Tippgefühl mit Gasket-Aufbau bevorzugst

    ASUSASUS ROG Azoth100–180 €
    8,8Redaktionelle Gesamtwertung 8,8 von 10 — Sehr gut

    Die Azoth ist die einzige Tastatur im Vergleich, die Gasket-Aufbau, tauschbare Switches und Dreifach-Funk in einem Gerät zusammenbringt. Dafür verzichtet sie auf eine Handballenauflage und bleibt bei 1.000 Hz.

  • Wenn du auf Funk verzichten kannst und ein stabileres Gehäuse für weniger Geld willst

    HyperXHyperX Alloy Origins Core50–100 €
    8,6Redaktionelle Gesamtwertung 8,6 von 10 — Sehr gut

    Ein Vollaluminium-Gehäuse, lineare Switches und sonst nichts: die Alloy Origins Core lässt alles weg, was beim Spielen nicht hilft, und ist deshalb für unter 70 Euro schwer zu schlagen.

  • Wenn die Tastatur überwiegend fürs Arbeiten gedacht ist

    LogitechLogitech MX Mechanical100–180 €
    8,0Redaktionelle Gesamtwertung 8,0 von 10 — Sehr gut

    Eine Arbeitstastatur mit mechanischen Switches, die zum Spielen taugt — nicht umgekehrt. Für gemischte Nutzung am Schreibtisch die angenehmste Tastatur im Vergleich, für kompetitives Spielen die falsche.

Häufige Fragen

Wie gut ist die Lightspeed-Verbindung beim Spielen?

In diesem Vergleich die zuverlässigste Funklösung. Logitech gibt 1.000 Hz an, und die Verbindung bleibt auch bei mehreren Funkgeräten am Schreibtisch stabil. Für alles außer den absoluten Spitzenwettkampf ist der Unterschied zum Kabel praktisch nicht vorhanden.

Sind flache Switches zum Spielen schlechter?

Nein, aber anders. Der kürzere Weg von 1,3 mm bedeutet schnellere Wiederholungen, gleichzeitig weniger Rückmeldung darüber, wie tief man gedrückt hat. Wer von klassischen Mechaniken kommt, braucht etwa eine Woche Umstellung — danach ist es Geschmackssache, keine Frage der Leistung.

Wie lange hält der Akku wirklich?

Logitech nennt bis zu 36 Stunden. Das ist ein Wert mit aktiver Beleuchtung auf mittlerer Helligkeit; wer die Beleuchtung abschaltet, kommt deutlich weiter, wer sie voll aufdreht, deutlich kürzer. Laden und gleichzeitiges Benutzen über USB-C ist möglich.

Passende Ratgeber

Änderungsverlauf

  1. Angaben zur Akkulaufzeit und zum Bluetooth-Betrieb präzisiert.

  2. Erstveröffentlichung der redaktionellen Bewertung.

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