Turtle Beach Vulcan II Mechanische Gaming-Tastatur im Test
Optische Switches mit kurzem Auslöseweg und offenes Layout mit freistehenden Tastenkappen. Schnell und leicht zu reinigen — dafür ohne Handballenauflage und mit spürbar hohlem Klangbild.
- Switches
- Optisch
- Formfaktor
- Full-Size
- Verbindung
- Kabel
- Preisklasse
- 50–100 €
Stärken
- Optische TITAN-Switches ohne mechanischen Kontakt
- Kurzer Auslöseweg von 1,4 mm
- Freistehende Tastenkappen — Staub lässt sich einfach auswischen
Schwächen
- Hohler Klang, weil das Gehäuse kaum gedämpft ist
- Keine Handballenauflage im Lieferumfang
Verarbeitung und Design
Das offene Layout ist das Erkennungsmerkmal: die Tastenkappen stehen frei auf der Platte, ohne Rahmen um die Tastenfelder. Zwei praktische Folgen — die RGB-Beleuchtung ist besser sichtbar als bei jeder anderen Tastatur im Vergleich, und Staub und Krümel lassen sich einfach auswischen statt aus Spalten zu klauben.
Die Kehrseite ist der Klang. Ohne Rahmen und mit wenig Dämpfung unter der Platte klingt der Anschlag hell und hohl. Wer einen gedämpften Klang sucht, ist mit der RK R98 besser bedient.
Eine Handballenauflage fehlt, und bei dieser Bauhöhe wäre sie sinnvoll. Die Tastenkappen sind ABS.
Switches und Tippgefühl
Die TITAN II sind optische Switches: sie schalten über eine Lichtschranke, nicht über einen Metallkontakt. Das nimmt den Verschleißpunkt heraus und macht die Entstörzeit unnötig, die mechanische Kontakte brauchen. Der Auslöseweg liegt bei 1,4 mm, also kurz.
Im Spiel fühlt sich das direkt und leicht an. Beim Schreiben führt der kurze Weg anfangs zu Vertippern. Der Anschlag ist linear, ohne Druckpunkt.
Gaming-Performance
Für schnelle Shooter ist die Kombination aus 1,4 mm und 1.000 Hz gut. Der kurze Weg hilft bei Doppelanschlägen, N-Key-Rollover ist vorhanden. Einen einstellbaren Auslösepunkt gibt es nicht — das bleibt magnetischen Switches vorbehalten.
Das Gehäuse ist mit 960 Gramm ausreichend schwer, verwindet sich aber unter Druck etwas mehr als eine Vollaluminium-Konstruktion wie die Alloy Origins Core.
Für wen sich die Tastatur eignet
Für Spieler mit knappem Budget, die eine vollständige Full-Size mit Medientasten wollen und sichtbare Beleuchtung mögen. Wer leise spielen muss oder eine Handballenauflage braucht, sollte weitersuchen.
Fazit
Ein solides Angebot für 76 Euro, dessen Stärken — optische Switches, offenes Layout — und Schwächen — Klang, fehlende Auflage — beide direkt aus derselben Bauform folgen.
Testergebnis im Detail
Gesamtwertung 8,2 von 10 — Sehr gut. So setzt sich das Ergebnis zusammen:
- Gaming-Performance25 %8,4
Eignung im Spiel: Auslösecharakteristik, N-Key-Rollover, Anti-Ghosting, Rapid Trigger sowie die Frage, wie gut sich schnelle Richtungswechsel und Doppelanschläge kontrollieren lassen.
- Switches & Tippgefühl15 %8,2
Schaltertyp und -qualität, Gleichmäßigkeit über das Board, Stabilisatoren, Anschlaggefühl und Laufruhe der größeren Tasten.
- Verarbeitung15 %8,0
Gehäusematerial, Verwindungssteifigkeit, Tastenkappenmaterial (PBT gegenüber ABS), Spaltmaße, Kabel- und Standfußqualität.
- Latenz & Reaktionszeit15 %8,4
Polling Rate, Verbindungsart und — sofern eigene Messwerte vorliegen — die gemessene Eingabelatenz. Ohne Messung wird ausschließlich die technische Auslegung bewertet.
- Ausstattung10 %7,6
Hot-Swap, Medientasten, Drehregler, Displays, USB-Passthrough, Handballenauflage, Beleuchtung und Speicherprofile.
- Software5 %7,4
Funktionsumfang, Bedienbarkeit, Ressourcenbedarf, Onboard-Speicher und ob die Tastatur ohne installierte Software vollständig nutzbar bleibt.
- Ergonomie5 %7,8
Bauhöhe, Neigungsoptionen, Handballenauflage, Layout-Logik und Tastenerreichbarkeit bei längeren Sitzungen.
- Preis-Leistung10 %8,4
Gegenwert im Verhältnis zum Marktpreis und zu direkten Alternativen in derselben Preisklasse.
Gewichtetes Modell aus acht Kriterien —Testverfahren ansehen.
Messwerte
Für dieses Modell liegen der Redaktion keine eigenen Messungen vor. Die Bewertung stützt sich auf Herstellerangaben und Marktlage — siehe Teststatus oben. Wie wir messen, steht im Testverfahren.
Technische Daten
Alle Werte in dieser Tabelle stammen aus Datenblatt und Produktangaben des Herstellers. Es sind keine eigenen Messungen.
Switches & Auslösung
- Switch-Technologie
- Optisch
- Switch-Modell
- TITAN II Optical (linear)
- Charakteristik
- Linear
- Auslösepunkt
- 1,4 mm
- Rapid Trigger
- Nein
- Hot-Swap
- Nein
Bauform & Material
- Formfaktor
- Full-Size
- Tastenanzahl
- 104–105 Tasten
- Layout
- QWERTZ (DE)
- Gehäuse
- Aluminium-Deckplatte auf Kunststoff
- Tastenkappen
- ABS
Verbindung & Leistung
- Verbindung
- Kabelgebunden
- Polling Rate
- 1.000 Hz
- Kabel
- USB-A, fest verbunden
Ausstattung
- N-Key-Rollover
- Ja
- Beleuchtung
- RGB pro Taste
- Makrotasten
- Keine dedizierten
- Medientasten
- Ja
- Handballenauflage
- Nein
- Software
- Turtle Beach Swarm II
Maße & Gewicht
- Gewicht
- 960 gohne Kabel
Sonstiges
- Plattformen
- Windows
- Garantie
- 24 Monate
Weitere Ansichten
Herstellerbilder. Eigene Aufnahmen liegen für dieses Modell nicht vor — was daran liegt, dass es der Redaktion nicht vorgelegen hat.

Herstellerbild© Turtle Beach 
Herstellerbild© Turtle Beach 
Herstellerbild© Turtle Beach
Vorteile & Nachteile
Vorteile
- Optische TITAN-Switches ohne mechanischen Kontakt
- Kurzer Auslöseweg von 1,4 mm
- Freistehende Tastenkappen — Staub lässt sich einfach auswischen
- RGB pro Taste, sehr gut sichtbar durch das offene Layout
- Für 76 Euro eine vollständige Full-Size mit Medientasten
Nachteile
- Hohler Klang, weil das Gehäuse kaum gedämpft ist
- Keine Handballenauflage im Lieferumfang
- ABS-Tastenkappen
- Swarm-Software ist funktional, aber altbacken
Unser Fazit
Optische Switches mit kurzem Auslöseweg und offenes Layout mit freistehenden Tastenkappen. Schnell und leicht zu reinigen — dafür ohne Handballenauflage und mit spürbar hohlem Klangbild.
Beste Wahl für
- Schnelle Shooter mit knappem Budget
- Wer eine leicht zu reinigende Tastatur will
- Sichtbare RGB-Beleuchtung
Nicht ideal für
- Leise Umgebungen
- Wer eine Handballenauflage braucht
- Freunde eines gedämpften Anschlags
Alternativen
Wenn du ein deutlich stabileres Gehäuse willst und den Nummernblock nicht brauchst
8,6Redaktionelle Gesamtwertung 8,6 von 10 — Sehr gutEin Vollaluminium-Gehäuse, lineare Switches und sonst nichts: die Alloy Origins Core lässt alles weg, was beim Spielen nicht hilft, und ist deshalb für unter 70 Euro schwer zu schlagen.
Wenn dir Tippgefühl und Hot-Swap wichtiger sind als der kurze Auslöseweg
8,3Redaktionelle Gesamtwertung 8,3 von 10 — Sehr gutGasket-Aufbau, Hot-Swap, Dreifach-Funk und ein 96-Prozent-Layout mit Nummernblock für 80 Euro — die R98 bietet eine Ausstattung, für die andere Hersteller das Doppelte verlangen. Die Software ist der Preis dafür.
Wenn du leise spielen willst und eine Handballenauflage brauchst
8,7Redaktionelle Gesamtwertung 8,7 von 10 — Sehr gutDie vollständigste Full-Size-Tastatur im Vergleich: leise lineare Switches, sechs Makrotasten, Kommandorad und magnetische Handballenauflage. Synapse als Dauerprozess ist der Haken.
Häufige Fragen
Was ist an optischen Switches anders?
Sie schalten über eine Lichtschranke statt über einen Metallkontakt. Damit entfällt das Prellen, das bei mechanischen Kontakten eine kurze Entstörzeit erzwingt, und der Verschleißpunkt fehlt. Im Spiel ist der Unterschied zu einer guten linearen Mechanik klein; die Haltbarkeit ist der stärkere Punkt.
Wie laut ist die Vulcan II?
Deutlich. Das offene Layout und das kaum gedämpfte Gehäuse ergeben einen hellen, hohlen Klang. Für ein Zimmer alleine ist das kein Problem, für ein geteiltes Büro schon.
Passende Ratgeber
- Switches erklärt: linear, taktil und clicky im VergleichDer Switch entscheidet mehr über das Tippgefühl als jedes andere Bauteil. Drei Grundtypen, ihre Unterschiede und wofür sie taugen.
- Polling Rate: was 1.000 Hz reicht und was 8.000 Hz bringen8.000 Hz klingt achtmal besser als 1.000 Hz. Der tatsächliche Unterschied liegt unter einer Millisekunde.
Änderungsverlauf
Preisbeobachtung aktualisiert.
Erstveröffentlichung der redaktionellen Bewertung.